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Die Mühlbacher Klause

An der Grenze zwischen Eisacktal und Pustertal liegt die Mühlbacher Klause. Die Ringmauer und Türme der im 15. Jahrhundert erbauten Klause blieben weitgehend erhalten und eine Besichtigung der Anlage gewährt spannende Einblicke in die Vergangenheit. Schon im 13. Jahrhundert gab etwas weiter westlich eine Klause, von der aber nur geringe Reste erhalten blieben.

Meinhard II. und sein Bruder Albert I. teilten 1271 das Erbe ihres Vaters auf. Die Grenze zwischen der Grafschaft Tirol und der Grafschaft Görz, zu der das Pustertal gehörte, verlief danach im Bereich der Talenge, die den westlichen Eingang zum Pustertal bildet. An dieser strategisch wichtigen Stelle ließ Meinhard II., der die Grafschaft Tirol weiter vergrößerte und als Begründer des Landes Tirol gilt, eine Sperrmauer und zwei Türme bauen. Diese Klause diente als Zollstation und sicherte die Grenze.

Die neue Klause

Zwischen Mühlbach und Vintl, etwa 600 Meter östlich der alten Grenzfeste, ließ Herzog Sigmund der Münzreiche im 15. Jahrhundert, eine neue Klause erbauen – von der Talsohle der Rienz bis zum Berghang hinauf. Die Mühlbacher Klause war wehrhafte Talsperre und Zollstätte. Die Mauern bestehen aus nahezu fugenlos verlegten Quadersteinen mit jeder Menge Schießscharten.

Früher führte die Straße, begrenzt von Wegmauern, mittig durch die beiden Tortürme und teilte so die Anlage. Der quadratische Vintler Torturm hat ca. 1,50 m dicke Mauern, die Mauern des rechteckigen Mühlbacher Torturmes sind nicht ganz so dick, da die Angriffe meist aus der anderen Richtung kamen. Von den beiden Rundtürmen, die die bergseitigen Ecken der Anlage sicherten, ist nur mehr einer erhalten.

Imposante Festigungsanlage

Im talseitigen Teil der Anlage befinden sich Reste verschiedener Bauten: Die Kapelle wurde 1472 geweiht, ihr ehemaliges Portal dient nun als Portal der Pfarrkirche Mühlbach. Der Kaiserturm war Wehr- und Wohnturm und in einem anderen Gebäude waren die Zollstation sowie Waffen- und Vorratskammern untergebracht.

Die Mühlbacher Klause kann von Juni bis September jeweils am Donnerstag besichtigt werden, im Juli und August zusätzlich auch am Samstagvormittag. Es werden Führungen und im Sommer Ritterspiele für Kinder angeboten. Die Mühlbacher Klause ist außerdem ein stimmungsvoller Ort für verschiedene Veranstaltungen.

Weitere Infos & Öffnungszeiten:

Verein Mühlbacher Klause
Tel.: +39 389 5121328
E-Mail: info@muehlbacherklause.it
Web: muehlbacherklause.it

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Bilder

Mühlbacher Klause
Mühlbacher Klause

Die Mühlbacher Klause stammt aus dem 15. Jahrhundert und stellt die Grenze zwischen dem Eisacktal und dem Pustertal dar.

© Oskar Zingerle - Brixmedia
Mühlbacher Klause
Mühlbacher Klause

Die Ringmauer und die Türme der Mühlbacher Klause sind weitgehend erhalten und können in den Sommermonaten besichtigt werden.

© Oskar Zingerle - Brixmedia

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