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So isst Südtirol

Die traditionelle Südtiroler Küche und vor allem die althergebrachten Essgewohnheiten sind nichts für Kalorienzähler.

Denn wenn man es ganz genau nimmt, wird in Südtirol fünfmal am Tag gespeist – und das nicht zu knapp und nicht gerade fettarm.

Schüttelbrot
Schüttelbrot

Schüttelbrot aus Südtirol schmeckt am besten bei der Marende am Nachmittag.

© IDM Südtirol - Damian Pertoll
Südtiroler Speck
Südtiroler Speck

Traditionelles Speckbrettl

© IDM Südtirol - Damian Pertoll
Milchhof Sterzing
Milchhof Sterzing

Franziska trinkt ein Glas echte Sterzinger Milch

© Latteria Vipiteno
Alpe Pragas - Marmeladen
Alpe Pragas - Marmeladen

Wir stellen eine Vielfalt an verschiedenen fruchtigen Sorten her!

© Alpe Pragas

Frühstück

Der Tag beginnt bei Herrn und Frau Südtiroler wie überall auf der Welt mit einer Tasse Kaffee, einem Brötchen mit Nutella oder Marmelade oder vielleicht auch mal ein Müsli. Das Frühstück unsere Großeltern sah da schon ganz anders aus: Brennsuppe aus Wasser, geröstetem Mehl und etwas Milch und dazu harte Brotstücke.

Neindern

Bei so einem Frühstück  ist es kein Wunder, dass Oma und Opa um 9 Uhr schon wieder hungrig waren, schließlich waren sie in der Regel ja auch schon seit 5 Uhr früh auf den Beinen und im Stall. Während viele Normal-Frühstücker heute auf das „Neindern“ (dt. um 9 Uhr etwas essen) verzichten, hat es in manchen Berufsgruppen, vor allem bei Bauarbeitern, die körperlich hart arbeiten, nach wie vor Tradition. Früher gab es um 9 Uhr zum Beispiel etwas Schüttelbrot mit Käse, Kartoffeln oder in guten Jahren bzw. bei besonders schwerer Arbeit auch mal Speck oder Wurst. Heute gibt es zum „Neindern“ auch noch das klassische Speckbrot, immer öfter jedoch auch frisches Obst.

Speckknödel in der Suppe
Speckknödel in der Suppe

Knödel gibt es in zahlreichen Variationen, mit Suppe oder Salat und sogar als süßes Dessert. Das typische Südtiroler Gericht wird nicht nur in urigen Almhütten, sondern auch in Hotels und Restaurants serviert.

© Campomalo / pixelio.de
Speckknödel
Speckknödel

In Südtirol musste eine Frau Knödel kochen können, bevor sie heiratete.

© babsi_w - Fotolia.com

Mittagessen

Zu Mittag gab es zu Großmutters Zeiten Knödel und zwar tagein tagaus. Jeden Tag kochte die Bäuerin Fastenknödel. Die gab es mal mit Suppe, mal ohne, in schlechten Jahren ohne Speck, in guten manchmal mit. Daneben kochte sie gerne Erdäpfelblattln (frittierte Kartoffelfladen) mit Kraut. Fleisch gab es nur an besonderen Feiertagen, auch mit Wurst und Speck wurde sparsam umgegangen. Oft brachten die Kinder den Männern das Essen aufs Feld. Heute isst man zu Mittag am liebsten Pasta in allen Variationen oder auch andere italienische und internationale Köstlichkeiten.

Marende

Nach drei Mahlzeiten ist für die Südtiroler noch lange nicht Schluss. Denn am Nachmittag geht es zur Marende. Früher bestand sie aus Speck, wenn es denn einen gab, Käse und Brot und einem Glasl Wein. Heute ist man Speck und Käse als Marende nur noch wenn man in den Südtiroler Bergen unterwegs ist, sonst wird meistens ein Joghurt gelöffelt oder eine Banane gegessen.

Tirtlan
Tirtlan

Eine bäuerliche Spezialität aus dem Pustertal

© Kompatscherhof
Tirtlan
Tirtlan

Eine bäuerliche Spezialität aus dem Pustertal

© Internet Consulting - Jochen Hinteregger
Tirtlan
Tirtlan

Eine bäuerliche Spezialität aus dem Pustertal

© Hotel Schwarzenstein - Michael Zimmerhofer

Abendessen

Am Abend essen wir Südtiroler im Vergleich zum Rest Italiens sehr früh. Nämlich um ca. 19.00 Uhr. Die Großeltern haben in ihrer Kindheit wieder Knödel bekommen, auch mal in "plentener" Variation (mit Buchweizenmehl) und wenn Backtag war, gab es Krapfen mit Marmelade oder Tirtlan. Heutzutage geht es oft auswärts zum Pizzaessen, viele essen einen leichten Salat und manche ein heißes Süppchen oder wieder eine Pasta.

So mancher Südtiroler braucht also auch heute noch vier bis fünf Mahlzeiten am Tag, auch wenn sich die Zutaten geändert haben. Was zu Großmutters Zeiten auf den Tisch kam, kann man heute bei verschiedenen Spezialitätenwochen, in Landgasthäusern oder auf Bauernhöfen kosten. Guten Appetit!

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Impressionen

Kaiserschmarrn
Kaiserschmarrn

In den Gasthäusern, Restaurants und Almhütten in Partschins und Umgebung genießen Sie typische Südtiroler Gerichte und traditionelle Süßspeisen.

© Helmuth Rier - TV Partschins
Greaschtl
Greaschtl

Das Greaschtl, ein typisches Südtiroler Gericht, wird aus Rindfleisch und Kartoffeln zubereitet. Ein herzhaftes Gericht, ideal zum Genießen direkt aus der Pfanne!

© IDM Alto Adige/Stefano Scatà
Strauben
Strauben

Strauben sind eine typische Süßspeise aus Südtirol, welche aus einem Teig aus Eiern und Milch hergestellt wird. Dieser wird dann frittiert und mit Preiselbeermarmelade serviert.

© IDM Alto Adige/Frieder Blickle
Genuss in Partschins
Genuss in Partschins

In Partschins, Rabland und Töll kommen Liebhaber der typischen Südtiroler Küche voll auf ihre Kosten.

© Helmuth Rier - TV Partschins

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