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Eisacktaler Keschtnweg

Er zieht sich vom Bischofsstädtchen Brixen bis hinunter nach Bozen: der berühmte Keschtnweg. „Keschtn“ heißen in Südtirol die Kastanien bzw. Maronen, die im Eisacktal seit jeher bestens gedeihen.

Kastanien verbindet man in Südtirol vor allem mit zünftigen Törggele-Partien und der bunten Herbstlandschaft. Doch ist das Eisacktal, das als Heimat der Törggele-Tradition gilt, nicht ausschließlich im Herbst ein lohnendes Urlaubs- und Wanderrevier. Denn entlang des Keschtnwegs gibt es das ganze Jahr über kulturelle Sehenswürdigkeiten, malerische Landschaften und Naturphänomene zu entdecken, darunter beeindruckende Erdpyramiden oder das mittelalterliche Kloster Säben.

Zwischendurch lockt immer wieder ein uriger Genießer-Bauernhof und lädt zu herzhaften „Marenden“ mit typischer Eisacktaler Kost ein.

Etappen des  Eisacktaler Kastanienwegs

Das untere Eisacktal, von Brixen nach Bozen, erwandert man auf dem Keschtnweg in mehreren Abschnitten, die am Wegesrand jeweils besondere Sehenswürdigkeiten bieten:

1. Abschnitt: vom Vahrner See bei Brixen nach Vahrn, von dort weiter nach St. Cyrill, Tötschling und schlussendlich nach Wöhrmann und zum Gasthof Wöhrmaurer bei Feldthurns; Sehenswertes: Edelkastanien und die Kirche St. Georg in Vahrn, das St.-Nikolaus-Kirchlein in Tötschling, die Bischofsstadt Brixen, Kloster Neustift, die Kneipp-Anlage am Schalderer Bach und Menhir-Funde auf der Tschötscher Heide; Dauer ca. 4 Stunden, 12,5 km, leichter bis mittelschwerer Wanderweg.

2. Abschnitt: von Wöhrmann nach Feldthurns und hinauf nach Moar zu Viersch, einem urigen Buschenschank, von dort weiter zum Kloster Säben und nach Klausen; Sehenswertes: das Renaissanceschloss Velthurns mit Heimatmuseum, das St.-Laurentius-Kirchlein und Kloster Säben; Dauer ca. 2,5 Stunden, 7,2 km, leichter Wanderweg.

3. Abschnitt: von Klausen zum Muttnerhof, nach Moar in Ums und durch Mischwald nach Villanders und St. Moritz; Sehenswertes: die Stadt Klausen, der Menhir von Villanders und die Kirche des Hl. Mauritius in St. Moritz; Dauer ca. 2,5 Stunden, 5,5 km, leichter Wanderweg mit einzelnen steilen Passagen.

4. Abschnitt: von St. Moritz über Barbian und Kollmann bis zum Etappenziel Rotwand; Sehenswertes: Dreikirchen und die Barbianer Wasserfälle; Dauer ca. 2-3 Stunden, 8,8 km, leichter bis mittelschwerer Wanderweg.

5. Abschnitt: von Rotwand nach St. Verena, Zuner, Finsterbachgraben und Unterinn; Sehenswertes: das St.-Andreas-Kirchlein, das Feuersalamandertal zwischen Unterinn und Rielinger, die Ruine Stein im Rösslerbachtal, die Erdpyramiden und die Luzia-Kirche in Unterinn; Dauer ca. 4-5 Stunden, 14,5 km, gute Kondition erforderlich.

6. Abschnitt: von Unterinn nach Signat, ins Katzenbachtal, zum Peter Ploner Hof nach St. Peter und am Ende zum Schloss Runkelstein; Sehenswertes: Biotope, St.-die Sebastian-Kirche auf der Weit, die Bilderburg Runkelstein und das Südtiroler Archäologie-Museum in Bozen; Dauer ca. 3,5 Stunden, 11,7 km, gute Kondition erforderlich.

Der  Kastanienweg ist durchgehend markiert sowie beschildert und auch bei leichtem Regen einen Ausflug wert.