












Erdpyramiden in Steinegg
Bei Erdpyramiden handelt es sich um von Mutter Natur bzw. durch Erosion geschaffene Gebilde. Dabei verhindert ein größerer Stein, dass das darunterliegende Erdreich von Wind und Wetter abgetragen wird. Auf diese Weise formen sich im Laufe der Zeit Türmchen oder Kegel.
Neben dieser wissenschaftlichen Entstehungsgeschichte kennt man in Steinegg eine lange überlieferte Legende, die auch auf einer Schautafel vor Ort erzählt wird: Vor vielen Jahren lag hier eine saftig grüne Wiese. Diese wurde über Generationen von den Dosserbauern bewirtschaftet, welche die Erträge an den Pfarrer von Steinegg abgaben.
Eines Tages weigerte sich der Jungbauer, den üblichen Pachtzins zu entrichten. Das Gericht gab ihm schließlich Recht, da es keine schriftlichen Zeugnisse über diese Verpflichtung gab. Noch am selben Abend brach über Steinegg ein schlimmes Unwetter los, das die ganze Nacht andauerte und die Einwohner mit Blitz, Donner und heftigem Regen in Angst und Schrecken versetzte. Als es am nächsten Morgen endlich aufklarte, wollte der Bauer seine Wiese mähen. Doch er fand nichts als einen Abgrund mit einigen seltsamen Erdsäulen vor.
Pyramiden-Rundgang
Die in jedem Fall sehenswerten Erdpyramiden von Steinegg sind über eine angenehme Rundwanderung erreichbar, die oberhalb vom Dorf beginnt. Von dort führt ein zum Teil schmaler und etwas steiler Pfad zur Katzenbachschlucht, durch den Lahnenweg, zum Dosser-Kreuz und schließlich zu den einzigartigen Erdsäulen, die sich bei jedem Besuch ein klein wenig anders präsentieren. Für den Rückweg folgt man der Markierung Nr. 2 zurück nach Steinegg.
Insgesamt ist der gut ausgeschilderte Pyramiden-Rundgang ca. 4,5 Kilometer lang und nimmt etwa drei Stunden in Anspruch. Für einen Familienausflug mit Kindern ist die Wanderung durchaus geeignet, mit einem Kinderwagen kann der Weg allerdings nicht befahren werden.