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Kloster Marienberg

Europas höchstgelegene Benediktinerabtei war lange Zeit das geistige Zentrum des oberen Vinschgaus. Auch heute hat das Kloster noch einiges zu bieten und überzeugt seine Besucher mit einem gekonnten Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Die Abtei Marienberg thront seit mehr als 900 Jahren auf 1.350 m oberhalb von Burgeis bei Mals. Das Benediktinerstift versteht sich als Ort der Ruhe und Kraft, der Arbeit und des Gebetes sowie der Geschichte und der Zukunft. Zum Kloster gehören eine Bibliothek, eine Stiftskirche, ein Museum und ein Gästehaus.

Männer ab 16 Jahren können das Klosterleben auf Zeit kennenlernen und am Alltag der Mönche teilnehmen (Mindestaufenthalt 4 Tage). Alle anderen sind im schlichten aber modernen Gästehaus bestens aufgehoben. Auch hier erlebt man die Kraft und die Stille des Klosters und nimmt Abstand vom Alltag. Die Seminarräume können für Veranstaltungen, Kurse und Klausurtagungen gemietet werden.

Museum „Ora et labora“

Seit 2007 ist im Kloster Marienberg ein Museum untergebracht. Hier erlangen Besucher, durch Filme und verschiedene Objekte, Einblick in das Leben im Kloster (früher und heute). Außerdem gibt es wechselnde Ausstellungen mit interessanten Sammlungen aus dem Klosterfundus und einen beeindruckenden Film über die Fresken in der Krypta.

Stiftskirche & Krypta

Die Kirche von Kloster Marienberg stammt aus dem späten 12. Jahrhundert, ihr heutiges barockes Aussehen erhielt sie zwischen 1643 und 1648. Man betritt die sehenswerte Klosterkirche durch ein kunstvolles romanisches Rundbogenportal. Die Stuckarbeiten sind im Renaissancestil gehalten.

Die Krypta von Marienberg diente lange als Bestattungsort für Mönche. Als im Jahr 1980 die Gruft-Einbauten entfernt wurden, kamen herrliche Fresken zum Vorschein, die als eines der größten Zeugnisse romanischen Kunstschaffens im Alpenraum gelten.

Besichtigen können Sie die sehenswerte Krypta im Rahmen einer Führung, welche von Mitte März bis Ende Oktober jeden Donnerstag um 10:30 Uhr angeboten wird. Zwischen Juni und Oktober können Sie außerdem montags bis samstags um 17:30 Uhr an der Vesper in der Krypta teilnehmen.

Geschichte der Abtei Marienberg

Das Kloster entstand bereits im 12. Jahrhundert. Anfang des 17. Jahrhunderts hatte die Benediktinerabtei eine Blütezeit, die Gemeinschaft der Mönche wuchs und in Meran konnte ein humanistisches Gymnasium gegründet werden.

1807 wurde das Kloster durch die bayerische Regierung aufgehoben, die Mönche wurden vertrieben und dem Kloster, der Kirche, dem Archiv und der Bibliothek wurden wertvolle Bestände geraubt. Auch das Gymnasium musste bis zum Jahr 1816 schließen.

1928 wurde das Gymnasium in Meran unter dem politischen Druck des Faschismus endgültig geschlossen. Zwischen 1946 und 1986 war im Kloster ein privates Gymnasium untergebracht.

Marienberg war über Jahrhunderte das geistige Zentrum des oberen Vinschgaus und hat Generationen von Studenten ausgebildet. Viele ehemalige Klosterschüler sind auch heute noch mit dem Kloster verbunden und engagieren sich im „Marienberger Freundeskreis“.

Bibliothek – alte Schätze & moderne Technik

Die Bibliothek ist heute in einem modernen, unterirdischen Bau untergebracht. Die mehr als 100.000 Druckwerke – zum Teil historische Raritäten und seltene Sammlungen – wurden vollständig inventarisiert. Der komplette Katalog kann digital abgerufen werden und ist für alle einsehbar. Wer sich rechtzeitig anmeldet, kann auch an einer Führung durch die Bibliothek teilnehmen.

Über die Geschichte der Bibliothek weiß man bis zum 18. Jahrhundert leider nicht viel. Ab 1816 kamen viele neue Mönche in das Kloster. Einige von ihnen waren namhafte Gelehrte, die ihre Bücher mitbrachten und zum Bestand der Klosterbibliothek hinzufügten.

Weitere Informationen:
Tel.: +39 0473 843980
E-Mail: info@marienberg.it

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