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Klöckeln im Sarntal

Unser Redaktionsteam ist stets bemüht, ausführliche und genaue Infos zu liefern. Dennoch ist es möglich, dass Events geändert werden und wir diese nicht in Echtzeit aktualisieren können. Genaue Angaben zu den Daten, Zeiten und Programmen erhalten Sie direkt beim Veranstalter.
Dunkle Winternächte, geheimnisvolle Gestalten und lautes Getöse: Wer im Advent im Sarntal unterwegs ist, kann hier und da den Klöcklern begegnen, die diesen Adventsbrauch von Jahr zu Jahr wieder aufleben lassen.

Was früher im gesamten Alpenraum weit verbreitet war, ist im Sarntal über Jahrhunderte in urtümlicher Form erhalten geblieben: das Klöckeln. Dabei handelt es sich nicht um eine organisierte Veranstaltung. Vielmehr treffen sich die Klöckelgruppen ganz individuell und heimlich zur Vorbereitung, um dann im Advent ihr Unwesen zu treiben. 

Klöckler & Zussler

Da alle Klöckler selbstgebastelte Masken tragen, bleibt ihre Identität verborgen. Jedoch gehen seit jeher ausschließlich Männer zum Klöckeln. Wie oder wo sie an den drei Donnerstagabenden vor der Wintersonnenwende anzutreffen sind, ist nicht festgelegt. Zu überhören sind sie jedoch in keinem Fall. Mit viel Krach und Musik von Ziehharmonika, Glocken, Teufelsgeigen und Bockshörnern zieht die Gruppe, die sogenannte „Kutt“, im Dorf umher. 

Das „Zusslmandl“ und das „Zusslweibele“ – die Tracht-tragenden Hauptfiguren – laufen voraus und bestimmen das Haus, wo sie als Nächstes an die Tür „klocken“ (Dialekt für „klopfen“). Die beiden statten den Hausleuten einen Besuch ab und treiben dabei allerlei Schabernack. Die anderen Klöckler singen inzwischen das traditionelle Klöckel- und das Dankeslied, bevor sie schließlich weiterziehen. 

Gaben für die Klöckler

Am Ende der Gruppe wandert der Lottersackträger, also der Gabeneinsammler, der unter Zuschauern und Hausbewohnern die Runde macht. Früher landeten im besten Fall Speck, Kaminwurzen und andere Köstlichkeiten im Sack. Heute wird das gesammelte Geld meist für einen guten Zweck gespendet. 

Wo der Brauch des Klöckelns genau herkommt, ist nicht eindeutig geklärt. Man vermutet jedoch, dass er bis in vorchristliche Zeit zurückgeht und eine Art Fruchtbarkeitsritus darstellt. Auch die dunklen Geister des Winters sollen damit vertrieben werden. 

Weitere Informationen:
Veranstalter: Tourismusverein Sarntal
Straße: Kirchplatz 9
Ort: I-39058 Sarnthein
Tel.: +39 0471 623 091
E-Mail: info@sarntal.com
Web: www.sarntal.com
Wann:
  • Do 01. Dez. 2022
  • Do 08. Dez. 2022
  • Do 15. Dez. 2022
Wo:
Sarnthein - Sarntal

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