Wandern mit Hund in Südtirol
Südtirol bietet ideale Voraussetzungen für einen Wanderurlaub mit Hund. Von gemütlichen Spaziergängen entlang der Waalwege über aussichtsreiche Almwanderungen bis hin zu abwechslungsreichen Bergtouren gibt es zahlreiche Routen, die sich auch für vierbeinige Begleiter eignen.
Wer mit Hund in Südtirol unterwegs ist, muss einige Dinge wie die Leinenpflicht beachten.
Internet Consulting | Adam UngerichtWichtige Informationen zu Leine, Maulkorb und mehr
In Südtirol gilt grundsätzlich Leinenpflicht an öffentlichen Orten und daher auch beim Wandern. Insbesondere auf Almen mit Weidetieren sowie in den Naturparks und im Nationalpark sollte der Hund angeleint bleiben.
Außerdem muss ein Maulkorb immer mitgeführt werden – und dem Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln und Aufstiegsanlagen auch angelegt werden.
Der Hundekot ist selbstverständlich aufzusammeln und ordnungsgemäß in einer Hundetoilette oder in einem Restmülleimer zu entsorgen.
Bei Wanderungen mit Hund darf nicht auf ausreichend Trinkwasser und einen faltbaren Napf vergessen werden.
Internet Consulting | Adam UngerichtTipps für Wanderungen mit Hund
Eine gute Vorbereitung sorgt für entspannte Touren: Wählen Sie Wanderungen, die zur Kondition Ihres Hundes passen, und nehmen Sie ausreichend Trinkwasser sowie einen faltbaren Napf mit.
Planen Sie zudem genügend Pausen ein und achten Sie darauf, dass Ihr Hund keine Anzeichen von Überhitzung zeigt.
An heißen Tagen sind schattige Wege oder Touren in höheren Lagen für Mensch und Hund angenehmer. Zudem ist im Sommer generell ein Start in den frühen Morgenstunden empfehlenswert – um kühle Temperaturen zu nutzen, die Mittagshitze zu meiden und dem Gewitterrisiko zu entgehen.
Wer auf der Alm mit Hund unterwegs ist und auf Kühe oder andere Weidetiere trifft, muss gewisse Verhaltensregeln beachten.
IDM/Sennereiverband Südtirol/Marco ParisiVerhalten bei Begegnungen mit Kühen und anderen Weidetieren
- Halten Sie ausreichend Abstand zu den Tieren.
- Positionieren Sie sich zwischen den Tieren und Ihrem Hund und führen Sie ihn auf der von der Herde abgewandten Seite vorbei.
- Vermeiden Sie schnelle Bewegungen und laufen Sie nicht, da Weidetiere darauf empfindlich reagieren können.
- Gehen Sie ruhig weiter und behalten Sie die Tiere dabei stets im Blick.
- Nähern sich die Tiere dennoch in aggressiver Weise, sollten Sie den Hund von der Leine lassen. Ohne Leine ist er beweglicher, kann schneller ausweichen und sich selbst in Sicherheit bringen.
- Während die Weidetiere durch den Hund abgelenkt sind, können Sie den Gefahrenbereich ruhig, aber zügig verlassen.
Im Spätsommer und Herbst machen Wanderungen mit Hund besonders viel Spaß.
Internet Consulting | Adam UngerichtHundefreundliche Wanderungen
Das Wandern mit Hund in den Dolomiten bietet einzigartige Bergpanoramen, doch sind der Pragser Wildsee, die Drei Zinnen und andere bekannte Ziele im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten im Hochsommer sehr beliebt. Mehr Ruhe auch in der sommerlichen Hochsaison bieten folgende Gebiete:
- Martelltal: Das ursprüngliche Tal im Nationalpark Stilfserjoch begeistert mit vielfältigen Wanderwegen, aussichtsreichen Almen und beeindruckenden Bergkulissen. Die abwechslungsreichen Touren eignen sich ideal für alle, die gemeinsam mit ihrem Hund die Natur genießen möchten.
- Sarntal: Weite Almflächen, dichte Wälder und zahlreiche Forstwege machen das Sarntal zu einem beliebten Wandergebiet für Hundebesitzer. Hier finden sich viele gemütliche bis mittelschwere Touren abseits der großen Touristenströme.
Im Tauferer Ahrntal gibt es viele hundefreundliche Wandertouren.
Internet Consulting | Adam Ungericht- Gsiesertal: Das naturbelassene Tal im Pustertal bietet idyllische Almwanderungen, schattige Waldwege und viel Platz für entspannte Touren mit Hund. Die ruhige Atmosphäre macht das Gsiesertal zu einem echten Geheimtipp.
- Tauferer Ahrntal: Zwischen Almen, Bergbächen und Wasserfällen erwarten dich abwechslungsreiche Wanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Dank zahlreicher Wasserstellen und schattiger Waldabschnitte ist das Tal besonders im Sommer ein attraktives Ziel für Wanderungen mit Hund.
- Ultental: Ruhige Wälder, urige Almen und wenig frequentierte Wanderwege machen das Ultental zu einem idealen Wandergebiet für Hundebesitzer. Hier genießen Mensch und Hund die beeindruckende Natur fernab des Trubels.
Häufig gestellte Fragen
Darf mein Hund in Südtirol auf Wanderwegen frei laufen?
Nein. In Südtirol gilt grundsätzlich Leinenpflicht. Besonders auf Wanderwegen in Naturschutzgebieten sowie auf Almen sollte der Hund angeleint bleiben, um Wildtiere, Weidetiere und andere Wanderer nicht zu gefährden.
Welche Wanderungen eignen sich für Hunde?
Ideal sind Wanderungen mit ausreichend Wasserstellen, schattigen Waldabschnitten oder Almwegen ohne ausgesetzte Kletterpassagen. Auch Waalwege und viele Höhenwege eignen sich für gut trainierte Hunde.
Was ist bei Kühen und anderen Weidetieren zu beachten?
Halten Sie Ihren Hund in der Nähe von Weidetieren stets an der Leine und wahren Sie ausreichend Abstand zur Herde. Kühe – insbesondere Mutterkühe – können Hunde als Gefahr wahrnehmen. Falls sich Weidetiere dennoch in bedrohlicher Weise nähern sollten: Lassen Sie ihren Hund von der Leine, damit er und Sie sich in Sicherheit bringen können.
Braucht mein Hund beim Wandern einen Maulkorb?
Beim Wandern selbst besteht keine generelle Maulkorbpflicht. Dennoch müssen alle, die in Südtirol mit Hund unterwegs sind, einen Maulkorb dabeihaben, da er in öffentlichen Verkehrsmitteln und Aufstiegsanlagen vorgeschrieben ist und auch in anderen Situationen erforderlich sein kann.
Welche Ausrüstung sollte ich für eine Wanderung mit Hund mitnehmen?
Zur Grundausstattung gehören Halsband oder Brustgeschirr, Leine, Maulkorb (muss nur in bestimmten Situationen angelegt werden), Trinkwasser, faltbarer Napf, Kotbeutel, ein kleines Erste-Hilfe-Set für Hunde und eventuell Pfotenschutz für steinige Wege. Zusätzlich empfehlenswert sind der EU-Heimtierausweis, eine Decke und Leckerlis.





