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Pfunderer Höhenweg

Was der Meraner Höhenweg im Westen des Landes ist, ist der Pfunderer Höhenweg im Pustertal: ein einzigartiger Weg durch fast unberührte, raue Natur, der über mehrere Tage von Sterzing nach Pfalzen führt.

Für den Höhenweg von Pfunders sollte man eine gute Kondition haben, schließlich ist man 6 Tage unterwegs. Besonders fitte Bergsteiger können den Höhenweg auch schneller – in rund 4 Tagen – bewältigen. Entlang des Pfunderer Höhenwegs gibt es Übernachtungsmöglichkeiten auf zahlreichen Schutzhütten. Dort kann man auch gut essen und sich so jede Menge Proviant sparen.

Übrigens: der Pfunderer Höhenweg ist markiert mit einem roten Punkt in weißer Scheibe.

Wegbeschreibung:
 

  • 1. Wandertag: Vom Bahnhof in Sterzing gehen wir 30 Minuten lang nach Wiesen, wo beim Wiesnerhof der Höhenweg beginnt. Durch Wald und Wiesen erreichen wir beim Gliessenegg den Kamm und wandern am Zwölfernock zur Plitschalm. Oberhalb der Almhütten stoßen wir auf die Selbstversorgerhütte Trenserjoch, aber wir wandern weiter zur bewirtschafteten Simile-Mahd-Alm (2011 m). Dort übernachten wir das erste Mal. Wer weiterwandern möchte, steigt nicht zur Alm ab, sondern steigt nordseitig zur Sterzinger Hütte auf und über Weg 2 auf die Wilde Kreuzspitze und anschließend zur Brixnerhütte zur Übernachtung.
  • 2. Wandertag: Nach der Nacht auf der Simile-Mahd-Alm wandern wir in 2 Stunden auf das Sengesjoch und zum herrlich gelegenen Wilden See. Von hier besteigen wir die Wilde Kreuzspitze mit 3132 m Höhe. Übernachtung auf der Brixner Hütte.
  • 3. Wandertag: Nach einem guten Frühstück folgen wir dem Höhenweg bis zur Steinkarscharte und wandern über steile Rasenhänge auf die 2709 m hohe Pfannspitze. Wir steigen hinunter zur Weitenbergalm und umrunden den gleichnamigen Kessel in 2200-2300 m Höhe und kommen in die Kellerscharte. Wir queren in die Quote im Talschluss, wo wir nochmal aufsteigen zum Biwak Walther Brenninger. Dort gibt es Schlafplätze für 8 Personen, den Proviant müssen wir selbst hierher mitnehmen.
  • 4. Wandertag: Nun durchqueren wir den Weißsteinkar, überschreiten die Gaisscharte und steigen zum Eisbrugg See und zur Edelrauthütte ab. Dieser Tag wird recht anstrengend, doch die gute Küche auf der Edelrauthütte entlohnt alle Mühen.
  • 5. Wandertag: Heute wandern wir in ca. 6 Stunden von der Edelrauthütte zur Tiefrastenhütte, wo wir zum 5. Mal übernachten.
  • 6. Wandertag: Der letzte Tag unserer Mehrtagestour führt uns von der Tiefrastenhütte auf den von Westen nach Osten verlaufenden Bergkamm oberhalb des Pustertals. Er ist der letzte Ausläufer der Pfunderer Berge. In 1,5 Stunden kommen wir zum Kleinen Tor, einem Übergang ins Mühlwaldertal und wandern nun gegen Osten über den Hohen Spitz, die Zwölferspitze, die Putzenhöhe und die Bärentalerspitze. Dabei genießen wir die herrliche Aussicht auf die Dolomiten und die Zillertaler Alpen. Von der Bärentalspitze geht es nun über Platten zum Gasthof Kofler, von wo aus wir entweder zu Fuß oder per Bus nach Pfalzen und zum Endpunkt des Pfunderer Höhenwegs kommen.

Einkehrmöglichkeiten:
 

  • Sterzinger Hütte (2.344 m): 12 Schlafplätze, Tel. +39 0472 646 074
  • Biwak Trenserjoch (1.995 m) Notunterkunft ohne Kochgelegenheit, 8 Schlafplätze, Hüttenwart Luis Rainer, Tel. +39 0472 647 322
  • Simile-Mahd-Alm (2.011 m): Verpflegung, 15 Schlafplätze, Tel. +39 0472 647 162, geöffnet von Juni bis Ende September
  • Edelrauthütte (2.545 m): 50 Schlafplätze, Winterraum, Tel. +39 0474 653 230, bewirtschaftet von Juni bis Anfang Oktober
  • Brixner Hütte (2.307 m): 40 Schlafplätze, Tel. +39 0472 547 131, geöffnet von Anfang Juni bis Ende Oktober
  • Tiefrastenhütte (2.312 m): 45 Schlafplätze, Tel. +39 0474 554 999