Wild und ungeheuer: Fasching in Südtirol

Laut und schrill, klappernd, schellend, schreiend und stampfend ziehen Zussln und Egetmänner durch die Dörfer. Sie sind furchteinflößend und einzigartig und kommen nur zu Fasching aus ihren Verstecken. Dann zeigt sich Südtirol wild und ursprünglich und vertreibt den Winter wie anno dazumal.

Der Frühlingsbeginn wurde in früheren Jahrhunderten in Südtirol mit Freude erwartet. Schließlich waren die Winter hart, das Essen wurde oft knapp und im Dunkeln vermuteten die Einheimischen böse Geister und Dämonen. Um dem Winter den Garaus zu bereiten, trafen sich die Südtiroler Dorfeinwohner zu närrischen Umzügen, sie verkleideten sich und vertrieben die bösen Geister und den kalten Winter mit lautem Geschrei und phantasievollen Masken.

Auch heute werden in vielen Südtiroler Dörfern alte Faschingsbräuche gepflegt, auch wenn es im 21. Jahrhundert nicht so sehr um das Winteraustreiben geht, sondern mehr um die Gaudi. Die zwei bekanntesten urtümlichen Faschingsbräuche sind der Egetmann-Umzug in Tramin und das Zusslrennen in Prad am Stilfser Joch im Vinschgau.

Aus alt mach neu: Faschingsfeste in Südtirol

Im Februar 2010 gibt es in Südtirol nicht nur traditionelle Faschingsumzüge. In vielen Dörfern und Städten feiert man zur Faschingszeit rauschende Feste.

Was, wann und wo los ist, lesen Sie hier.


Urlaub in der Faschingszeit






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