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Iceman Ötzi

Uralt und ziemlich klein, aber oho! So könnte man Ötzi, den Mann aus dem Eis, in wenigen Worten beschreiben.

Schließlich ist der 1,60 m große Mann über 5.000 Jahre alt, brachte Licht in das noch finstere Zeitalter der Jungsteinzeit und wurde innerhalb kürzester Zeit zum berühmtesten Südtiroler überhaupt. Dabei war die Herkunftsbestimmung Ötzis von Anfang an eine politische Angelegenheit: nur etwa 93 cm trennten die Gletschermumie vom österreichischen Grund und Boden und damit war endgültig klar: Ötzi muss ein Südtiroler sein. Gefunden wurde er 1991 vom deutschen Ehepaar Simon und mit der 5.000 Jahre währenden Ruhe war es augenblicklich vorbei.

Sensationsfund: die Mumie vom Hauslabjoch

Abgesehen von der Mumie selbst fand man in der Nähe der Fundstelle am Similaun auch eine altertümliche Axt und einen Köcher voller Pfeile. Am Körper trug Ötzi einen aus Gras gefertigten Umhang, einen Gürtel samt Gürteltasche aus Kalbsleder, einen Feuerstein, ein Birkenrindengefäß, einen Dolch mit Tasche, einen Bogenstab, Schnüre aus gedrilltem Gras, und eine Rückentrage aus Haselstöcken. An den Füßen fand man mit Gras ausgestopfte Schuhe.

Mit dem Fund Ötzis musste der Beginn der Jungsteinzeit vordatiert werden und zahlreiche neue Theorien über die Lebensweise vor 5000 Jahren wurden entwickelt.

Ötzimuseum & Archeoparc

Bald nach dem Fund und der politisch motivierten Klärung, wem denn nun der Mann aus dem Eis „gehöre“, wurde in Bozen ein Archäologisches Museum errichtet, das sich ganz und gar dem Leben Ötzis und der Jungsteinzeit verschrieben hat. Ist Ötzi nicht gerade zwecks wissenschaftlicher Untersuchungen außer Haus, können Besucher auch einen Blick auf die Mumie werfen.

Im Archeoparc in Schnals hingegen ist die Jungsteinzeit mitten in der Natur detailgetreu nachgebildet. Besucher können sich hier im Feuermachen mit Feuerstein versuchen, „Steckenbrot“ über dem selbst entfachten Feuer backen und alles über den Mann aus dem Eis erfahren.

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