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Hüttenwirt Erich Pichler

Erich Pichler ist nicht unbedingt ein weltweit bekannter Südtrioler, als Hüttenwirt des Becherhauses, der höchsten Schutzhütte Südtirols, hat er jedoch so manch interessante Geschichte auf Lager.

Am Abend, kurz nach dem Abendessen, unterhielt ich mich mit Erich Pichler auf 3.195 Meter auf der Terrasse seiner Schutzhütte. Er zeigte mir die Berge und erzählte mir warum er für zweieinhalb Monate auf der höchsten Schutzhütte Südtirols Hüttenwirt ist.

Als ich Ihn fragte, welche Voraussetzungen ein Hüttenwirt haben muss, sagte er: „Ein Hüttenwirt muss hier oben alles sein und alles können. Koch, Elektriker, Bergführer, Retter, Hydrauliker… einfach alles. Denn wenn hier oben etwas passiert, dann ist niemand da, du musst alles selbst in die Hand nehmen.“ Erst letzte Woche hatte ein Hüttengast einen Herzinfarkt, Spaltenbergung und zugleich musste er noch bis zu 100 Leute verköstigen, zusammen mit seinem Team und seiner Frau.

Hüttenwirt aus Passion

Das Becherhaus faszinierte Erwin Pichler schon mit 19 Jahren, als er zum ersten Mal hier übernachtete und den Sonnenuntergang und -aufgang miterlebte. Da wusste er es, einmal möchte er hier wohnen. Auch später ging er als Bergführer immer wieder gerne auf das Becherhaus.

Erich Pichler aus dem Passeier ist Bergführer, Lawinensprenger, Event-Organisator und jetzt Hüttenwirt und Koch. Die Hütte bietet 13 Zimmer sowie 4 Lager und 100 Menschen können im Becherhaus übernachten. Das Becherhaus in Südtirol ist eine hervorragende Basis für Bergsteiger. Touren zum Zuckerhütl, Sonnklarspitze, Botzer und anderen zackigen 3.000ern werden von hier aus unternommen.

Die Hütte selbst stellt schon einen Gipfel dar und für viele Wanderer eine Prestigebesteigung. Man startet am Ende des Ridnauntals, nimmt den Fußweg Nr. 9 über Grohmannhütte und Teplitzer Hütte und ist in ca. 7 Stunden auf der Hütte. Es gibt noch zwei andere Varianten und zwar aus dem Stubaital oder vom Timmeljoch aus zur Timmels Alm, weiter zur Schwarzwandscharte über den Übeltalferner zum Becherhaus. Die letzteren zwei sind Hochalpintouren. Aber auch der Aufstieg über das Ridnauntal bedarf Schwindelfreiheit und Trittsicherheit bei gesichertem Gelände.

Becherhaus

1894 wurde das Becherhaus als Schutzhütte erbaut im Namen der Kaiserin Elisabeth, ein unglaubliches Unternehmen, mehr als 25 Tonnen Baumaterial schleppten Träger von Maiern aus herauf. Das Schutzhaus wurde am Geburtstage Seiner Majestät, des Kaisers feierlich eröffnet. Das Becherhaus beinhaltet die kleine Kapelle ‚Maria im Schnee‘, das höchstgelegene Marienheiligtum der Alpen.

Weitere Informationen:

Schutzhütte Becherhaus
Familie Erich Pichler
Tel. Hütte: +39 0472 656 377
Tel. Tal: +39 0473 641 490
E-Mail: e.pichler(at)becherhaus.com

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