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Krippen in Südtirol

Alle Jahre wieder wiederholt sich in Südtirol ein jahrhundertealter Weihnachtsbrauch. Kurz vor Heiligabend – die Kinder haben längst schon ihre Geschenkwünsche via Brief an das Christkind kundgetan – holen die Südtiroler die Krippen aus dem Keller oder dem Dachboden.

Dann macht sich die ganze Familie ans Aufstellen des guten Stücks. Meistens sind Südtiroler Krippen Erbstücke und handgemacht. Oft nehmen sie die halbe Stube ein so groß sind sie. Andere wiederum sind so klein, dass die Kinder gern mit Jesus, Maria und Josef nicht immer ganz weihnachtsgetreue Puppenspiele aufführen.

Allen gemeinsam ist die bäuerliche Szenerie. Ochs und Esel stehen im Stall, der direkt an ein kleinfenstriges Bauernhaus angekoppelt ist. Die Fenster haben oft klassisch rot-weiß karierte Vorhänge und die Bauern tragen – wie es sich gehört – Knickerbocker und blaue Schürze und die Bäuerinnen Kopftücher und Heukraxen.

In größeren Krippen sind ganze Landschaften dargestellt: Schlösser im Kleinformat, wo die besserbekleideten "Herren" leben, Handwerker, die ihre Arbeit in den Städtchen verrichten, kleinste Bauernhäuser mit Hirten, Bauern, Kühen und Schafen, kleine Bäche, die sich von den Bergen ins Tal ergießen, mit Moos bestückte Wiesen und mit Steinchen geschützte Schindeldächer. Die Südtiroler Krippen sind wahre Kunstwerke, tausende Arbeitsstunden stecken darin.

Wer sich Tiroler und Südtiroler Krippen einmal von der Nähe ansehen möchte, dem empfehlen wir einen Besuch im Krippenmuseum „Maranatha“ in Luttach im Tauferer Ahrntal.

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