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Die berühmten Drei Zinnen

Sie zählen zu den bekanntesten Bergspitzen in Südtirol und spätestens seit ihrer Ernennung zum Weltnaturerbe sind sie DAS Wahrzeichen der Dolomiten: die Drei Zinnen im Hochpustertal.

Umgeben von einer ganz außergewöhnlichen Berglandschaft liegen die Drei Zinnen im gleichnamigen Naturpark. Sie sind mehr als 200 Millionen Jahre alt und bilden heute die Grenze zwischen den Provinzen Südtirol und Belluno, was „Besitzansprüche“ auf beiden Seiten mit sich bringt. Die Nordwände, in denen seit Anbeginn des Alpinismus Geschichte geschrieben wurde, befinden sich auf Südtiroler Seite.

Wanderungen zu den Drei Zinnen

Alle Wege führen zu den Drei Zinnen! In der Tat gibt es mehrere Möglichkeiten, die beeindruckende Felsformation zu erreichen. Die kürzeste Variante führt über die Auronzohütte, die man von Misurina aus über eine mautpflichtige Straße erreicht. Von dort geht es über einen gemütlichen Wanderweg zu Fuß weiter.

Etwas länger dauert der Zustieg über das Rienztal kurz vor Schluderbach. Eine ebenfalls etwas längere, doch landschaftlich sehr eindrucksvolle Wanderung startet im Fischleintal in Sexten.

Den wohl besten Ausblick auf die Nordwände der Drei Zinnen hat man vom Paternkofel. Der Aufstieg zu diesem benachbarten Gipfel führt durch Tunnels und Stollen aus dem Ersten Weltkrieg sowie über einen kurzen Klettersteig. Durch Gucklöcher und vom Gipfel sieht man die Drei Zinnen in ihrer ganzen Schönheit. Sogar vom Tal aus kann man einen Blick auf die markanten Felsriesen erhaschen: nämlich beim sogenannten "Drei Zinnen Blick" in Landro im Höhlensteintal.

Begehrtes Gipfelziel

Die Drei Zinnen erheben sich auf schütteren Geröllfeldern. Die Große Zinne in der Mitte ist 2.999 m hoch, die Westliche Zinne 2.973 m und die Kleine Zinne 2.857 m. Während es Genusswanderern und Naturfans meist ausreicht, das Dreigespann von unten zu sehen, setzen sich anspruchsvolle Alpinisten hier seit jeher höhere Ziele.

Die Erstbesteigung der Großen Zinne erfolgte durch Paul Grohmann, Franz Innerkofler und Peter Salcher im Jahr 1869 über den Normalweg, die erste Nordwanddurchsteigung gelang 1933 Emilio Comici. 2008 meisterte Thomas Huber alle drei Nordwände innerhalb von 24 Stunden.

Bis heute zählen die drei Gipfel zu den begehrtesten Zielen in den Dolomiten und die Nordwände stellen selbst erfahrene Kletterer vor eine besondere Herausforderung. Unzählige Kletterrouten in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden führen auf die einzelnen Gipfel – vom Normalweg durch die Südseite bis hin zur Direttissima über die steil abfallenden, oft überhängenden Nordwände.