Dampfbad: schwitzen auf Türkisch

Einerseits gibt es in Südtirols Spa-Landschaft viele typisch alpine Wellness-Behandlungen, andererseits zählen auch die traditionellen türkischen Dampfbäder zu den beliebten Sauna-Arten.

In seinem Ursprungsland bereitet man seinen Körper im angehnehmen Dampfbad bei einer relativ niedrigen Saunatemperatur von rund 45°C auf eine nachfolgende Hamam-Massage vor. Am Beginn des orientalischen Reinigungsrituals begießt man sich – eingewickelt im Baumwolltuch – mit warmem Wasser. Dann geht es ab in die Dampfkammer, wo man sich auf einem beheizten Marmorsockel, dem Nabelstein, niederlässt und zwischen 5 und 20 Minuten entspannt liegen bleibt.

In dieser Zeit erwärmen sich die Muskeln für die nachfolgenden Behandlungen und die Atemwege werden frei. Dann erst beginnt das eigentlich Hamam-Ritual: Nach dem Dampfbad wird man vom „Tellak“ (Masseur) eingeschäumt und mit einem Wolltuch abgerieben. Das fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an, Varianten dabei sind Bürsten- und Ganzkörpermassagen. Bei türkischem Tee und zum Teil sogar Wasserpfeife ruht man sich anschließend im Ruheraum aus.

Hierzulande wird nicht überall das gesamte Hamam-Ritual angeboten, vielerorts beschränkt man sich auf das Dampfbad selbst, nach dem man sich – wie bei anderen Saunagängen – mit kaltem Wasser abkühlt.

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