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Laaser Marmor

Das „weiße Gold“ aus Laas ist weltberühmt und findet seit vielen Jahren Verwendung für unzählige Bau- und Kunstwerke rund um den Erdkreis.

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Der bis heute meistgenutzte Steinbruch im Vinschgau ist der Weißwasserbruch hinter der Siedlung Tarnell auf 1.600 m Meereshöhe. Darüber hinaus wird der Laaser Marmor in der sogenannten Jennwand sowie in Göflan abgebaut. Daneben sind in der Umgebung zahlreiche stillgelegte Steinbrüche zu finden.

Systematisch abgebaut wurde das kostbare Gestein in Laas etwa seit Mitte des 19. Jahrhundert. 1848 erwarb der bayrische Geschäftsmann Bernhard Schweizer die Abbaurechte für Göflan und Laas und belieferte insbesondere Steinmetze, die im Dienste Ludwigs I. von Bayern standen.

Knapp 20 Jahre später gründete Carl Steinhäuser, Bildhauer aus Bremen, mit den Laaser Marmorwerken das erste zentrale Unternehmen im Bereich Marmorabbau und auf seinen Sohn geht die lokale Marmorfachschule zurück. 1883 begann dann der Laaser Steinmetz Josef Lechner mit der systematischen Marmorgewinnung im genannten Weißwasserbruch.

Diesen  Personen ist es schließlich auch zu verdanken, dass der wunderbare Marmor aus dem kleinen Dorf im Vinschgau nahezu in der ganzen Welt bekannt ist. So wurde er beispielsweise schon für Bauwerke in Singapur, Riyadh, Kuala Lumpur, Auroville/Indien, Abu Dhabi oder Memphis-Tennesse verwendet.

Eigenschaften des Laaser Marmors

Das weiße Gestein aus Laas gehört zweifelsohne zu den wertvollsten seiner Art. Experten schätzen sein durchwegs einheitliches, glänzendes Weiß mit leichten Schattierungen, jedoch ohne starke Maserungen und gelblichen Stellen. Weitere wesentliche Merkmale des Laaser Marmors sind die enorme Widerstandskraft gegen verschiedenste äußere Einflüsse und Frostfestigkeit.

Was nicht bedeutet, dass Laaser Marmor gleich Laaser Marmor ist. Aufgrund von Farbe und Maserung kann man verschiedene (Handels-)Arten unterscheiden, darunter Bianco Lasa Classico, Bianco Lasa Ortles, Bianco Lasa Cevedale, Vena Oro, Arabescato, Fior di Melo oder Vena Verde.

In den vergangenen zwei Jahrhunderten, insbesondere in der Neoklassik, hat der Laaser Marmor viele Architekten und Künstler fasziniert. Daher kann man den weißen Baustoff aus dem Vinschgau in so mancher Großstadt wiederentdecken, zum Beispiel in Wien, München oder Berlin.

Unter den berühmten Kunstwerken von Architektur und Bildhauerei, die aus oder mit Laaser Marmor gestaltet wurden, sind unter anderem zu nennen: der Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament in Wien, das Victoria Monument vor dem Buckingham Palast in London oder das Denkmal von Heinrich Heine in New York. Außerdem erinnern über 90.000 weiße Marmorkreuze auf amerikanischen Soldatenfriedhöfen auf vier Kontinenten an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges. 

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