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Schuhplattln: So tanzt Südtirol

Wenn die Südtiroler die krachlederne Lederhose anhaben, hoch in die Luft hüpfen, sich auf Oberschenkel und Hintern hauen, ist Schuhplattln angesagt, ein uralter Paartanz, der heute noch für Überraschungen gut ist.

Auf Zeltfesten, an Kirchtagen, bei Folkloreveranstaltungen und Dorffesten: die Schuhplatter dürfen nicht fehlen und machen bei jeder Gelegenheit eine gute Figur. Sie springen, platteln, klatschen, juchzen, drehen sich im Kreis und machen lautstark auf sich aufmerksam.

Geschichtliches

Der Name „Schuhplattler“ geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, ist aber in ähnlicher Form 1050 erstmals in der Ritterdichtung Ruodlieb erwähnt. Das Schuhplattln war in früheren Jahrhunderten ein klassischer Werbetanz: der Tänzer zeigte mit Hüpfen, Drehen und Platteln sein akrobatisches Können und wollte damit die Tänzerinnen für sich gewinnen. Dabei gab es bis 1850 keine besonderen Regeln, die Burschen hatten bei der Vorführung ihrer Figuren freie Wahl. Danach bestimmte eine bayrische Schuhplattlordnung Figuren und Tänze und aus dem Werbetanz wurde ein Schautanz, der in Südtirol noch heute lebendig ist.

Schuhplatteln heute

Heutzutage platteln auf traditionelle Art und Weise vielerorts Heimat - und Trachtenvereinen und das hauptsächlich zur Pflege des Brauchtums. Dabei wird Ländler Musik gespielt und im Dreivierteltakt geplattlt, gehüpft, gestampft und gesprungen, während sich die Dirndln um sich selbst drehen und mit den Tänzern Walzer tanzen.

Beim Schuhplattln wird traditionell die Krachlederne getragen bzw. die originale Tracht des jeweiligen Dorfes. Auftritte gibt es bei Kirchtagen, Zeltfesten und Schuhplattl-Veranstaltungen. Nicht erschrecken, wenn es klatscht und kracht!

Für Überraschung sind die Südtiroler Frauen gut, denn heute gibt es unter den Schuhplattlern auch reine Frauengruppen. Die plattelnden Frauen waren zuerst in der reinen Männerdomäne nicht gern gesehen, heute sind sie aber bei den vielen Brauchtumsveranstaltungen nicht mehr wegzudenken.

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