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Südtirols Musikkapellen

Sonntagmorgen, Pfingsten. Es ist heiß, die Kirchglocken läuten, die Leute warten gespannt auf dem Kirchplatz. Dann hört man sie plötzlich, die Trompeten, die Klarinetten, die Tuba und das Schlagzeug, die Musikanten, auf die das Kirchvolk schon die ganze Zeit sehnlichst warten.

Und schon kommen sie um die Kurve, herausgeputzt von der Sohle bis zum Scheitel, die Instrumente fein poliert, sie spiegeln die Sonne wieder. Gespielt wird ein schöner Marsch, die Kinder sind ganz aufgeregt angesichts der Frauen und Männer in Tracht. Egal welches Fest in Südtirol gefeiert wird, ob zum Kirchtag geladen wird oder ein kirchlicher Feiertag stattfindet, die 211 Musikkapellen in Südtirol machen aus jeder Veranstaltung etwas Besonderes und etwas typisch Südtirolerisches.

In Südtirol sind fast 10.000 Frauen und Männer in Musikkapellen aktiv, die meisten davon sind unter 30. Fast jedes Dorf hat eine Musik- oder Bauernkapelle. Im Winter wird zweimal wöchentlich geprobt und das Repertoire für die nächste Spielsaison einstudiert. Mit dem Kapellmeister proben sie alte österreichische Märsche, schöne Walzer, Ouvertüren und Zeitgenössisches. Im Frühling dann finden die ersten Frühlingskonzerte statt, später Konzerte auf Dorf- und Stadtfesten, an Tiroler Feiertagen, Kirchtagen und manchmal auch Hochzeiten.

Die Trachten

Besonders wichtig ist bei Musikkapellen die Tracht. Die Trachten der verschiedenen Kapellen ähneln sich zwar, unterscheiden sich aber durch verschiedene Merkmale. Besonders kurios: die rote Hutschnüre bedeutet im Sarntal, dass der Musikant noch zu haben ist, ist die Schnüre grün ist er schon vergeben.

Wer sich über aktuelle Konzerttermine informieren möchte, kann das hier tun, auf der offiziellen Seite des Verbands der Südtiroler Musikkapellen.

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