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Goaslschnöllen in Südtirol

Es kracht und tuscht, es knallt und schnalzt. Die Gaslkrocher, Goaslschnöller und Schnalzer sind jetzt schon fleißig am trainieren, denn in Südtirol wird fast das ganze Jahr über gekracht, geschnöllt und geschnalzt.

Alle drei Disziplinen sind im alpenländischen Raum beheimatet und in der Südtiroler Bauernkultur nach wie vor lebendig. Beim Gaslkrochn, Goaßlschnölln und Schnalzen geht es um das „Lärm-Machen“ mit der Peitsche. Wenn eine lederne Peitsche geschwungen wird, dann kracht und schnalzt sie. Und manchmal verursacht sie bei nicht sachgemäßem Umgang rote Ohren und schlimme Striemen auf der Haut.

Früher wurde die Goaßl oder Gasl unter anderem dazu verwendet, um den Tieren auf der Weide zu demonstrieren, wer auf der Wiese das Sagen hat, oder um am Ende des Winters den Frühling lautstark aufzuwecken.

Denn laut genug ist die Goaßl: sie wird meistens mit zwei Händen geschwungen, nach vorne und nach hinten, von einer Seite auf die andere. Dabei gibt sie zwischen Vorwärts- und Rückwärtsschwung einen ohrenbetäubenden Knall von sich. Sie ist sechs Meter lang und entsprechend schwer zu handhaben.

Gekracht wird im oberen Pustertal traditionsgemäß nur vom Schutzengelsonntag (1. Sonntag im September) bis zum allgemeinen Kirchtag (3. Sonntag im Oktober), weshalb das Krochen hier allgemein „Kirchtagskrochen“ genannt wird. Im restlichen Land Südtirol wird eigentlich während des ganzen Jahres geschnöllt. Anlässe dazu gibt es viele: bei Almabtriebe, Volksfesten, Umzügen usw.

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