Sarner Gschick

Tradition aus dem Sarntal hoch vier! Im Südtiroler Dialekt bedeutet „gschickt“ nicht nur „geschickt“ als Vergangenheitsform von schicken, sondern ist auch ein Adjektiv im Sinn von „handwerklich begabt“, „praktisch veranlagt“.

Und genauso sind Sie auch, die vier Handwerker aus dem Sarntal im Süden Südtirols, die sich zu einer Kooperation mit dem Namen „Sarner Gschick“ zusammengeschlossen haben, um ihre Produkte besser zu vermarkten. Der Holzbildhauer Isak Runggaldier, der Federkielsticker Johann Thaler, der Drechsler Fritz Unterkalmsteiner und der Handweber Albert Unterweger stehen jeder für sich für naturbelassene Handarbeit aus ausgewählten Rohstoffen.

"Beim Schnitzen werde ich eins mit dem Holz"

Die Kunst des Holzbildhauens ist nach Isak Runggaldier die Kunst sich nach dem Holz zu richten und daraus eine vollkommene Skulptur zu schaffen. Der aus Gröden, dem Tal der Holzschnitzer, stammende Isak Runggaldier schnitzt in seinem eigenen Betrieb auf Anfrage profane und sakrale Kunstwerke wie Muttergottesfiguren, Kreuze, Familienwappen…

Weitere Infos: info(at)bildhauerei.it

Tracht und Tradition ist Teil unsere Kultur

Unter dem Namen „Federkielsticken“ können sich viele von uns gar nichts vorstellen, wenn Sie jedoch dann die kunstvollen Gürtel der Musikanten sehen, wissen alle, was gemeint ist. Der Name „Federkielsticken“ kommt von dem Material – den Federkielen- mit dem gestickt wird. Die Wurzeln dieses Handwerksberufes liegen im Sarntal und so werden auch im Betrieb von Johann Thaler Lehrlinge selbst aus dem Ausland ausgebildet. Johann Thaler selbst hat von seinem Vater gelernt die Trachtenschuhe kunstvoll zu verzieren, sein Vater wieder von seinem Vater usw. Doch waren es früher meist nur Trachtenschuhe und Gürtel, so werden heute vor allem Fotoalben und Handtaschen mit den weißen Federkielen verziert.

Weitere Infos: info(at)federkielstickerei.com

Holz als gelebte Geschichte

Fritz Unterkalmsteiner ist der Drechsler im Bunde. Der Drechslermeister gründete 1987 seinen eigenen Betrieb und dreht fortan kunstvolle Vasen, alte Bauernmöbel, Sprossen und Treppen, Lampen und Kerzenständer aus den verschiedenen Hölzern des Sarntales.

Weitere Infos: info(at)drechslerei-fritz.com

Schafwolle, ein Geschenk der Natur

Die von den steilen Bergwiesen heimkommenden Sarner Schafe werden nicht nur von ihren Besitzern, den Sarner Bauern, herzlich willkommen geheißen, sondern auch von Albert Unterweger. Der Handweber verarbeitet die wertvolle Schafwolle nach Jahrhundertealter Tradition und nach Großmutters Art. Das Wollfett Lanolin bleibt erhalten, der Vlies wird am Spinnrad per Hand zu einem Faden gedreht und anschließend zu einem kuschelig weichen Bett, einem Teppich oder zu Wolle und dann zu warmen Socken verarbeitet. Gerne können Sie Albert Unterweger in seiner Erlebniswerkstatt im Sarntal besuchen und ihm über die Schulter schauen bei der Verarbeitung der Sarner Schafwolle oder beim Gerben eines Schaffelles.

Weitere Infos: info(at)handweberei.it

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