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Grödner Schnitzkunst

Gröden ist berühmt – und war es schon lange bevor Südtirol zum Urlaubsparadies geworden ist, die Saslong in St. Christina zur Weltcuppiste wurde oder der schneidige Luis Trenker in Bergfilmen aufgetreten ist.

Die Erfolgsgeschichte Grödens begann sehr viel früher. Um genau zu sein im 17. Jahrhundert und zwar mit dem Schnitzen. Damals war das Grödnertal weitgehend abgeschnitten von der Außenwelt. Die meisten Talbewohner waren Bauern und sie überbrückten den kalten und langen Winter bevorzugt beim Schnitzen in der warmen Stube. Das Schnitzen war aber nicht nur Zeitvertreib, sondern ein wertvoller Zuverdienst. Denn die Schnitzereien wurden bald auch verkauft.

Vor allem an die Kirchen. Die begabten Grödner Schnitzer schufen kunstvolle Heiligenfiguren und statteten damit ganze Altäre aus. In der Zeit des Barocks fertigten die Grödner Krippen, Krippenfiguren und Heiligenbildnisse in Serie. Weit über 2.000 Grödner, also die Hälfte der Grödner Bevölkerung damals,  arbeiteten um 1850 als Schnitzer und produzierten bei weitem nicht nur klerikale Schnitzereien. Bis nach Amerika wurden etwa die berühmten Grödner Gliederpuppen exportiert.

Serienproduktion oder Einzelfertigung?

1920 wurde in Gröden der erste Ausstellungsverein gegründet. Er legte den Grundstein für das Fertigen von Einzelstücken. Heute nennt sich dieser Verein UNIKA. Jedes Mitglied darf nur Einzelstücke, also Unikate fertigen, ein Gegenpol zur Serienproduktion, die es aber parallel immer noch gibt und die ebenfalls sehr gefragt ist.

Wer sich die Grödner Kunstwerke aus vorigen Jahrhunderten einmal aus der Nähe ansehen möchte, kann dies im Ladinischen Museum in St. Martin in Thurn tun oder aber im Museum Gröden in St. Ulrich.

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