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Downhill-Trail Herrnsteig

Die Protektoren sind noch etwas ungewohnt, der Helm sitzt gut und die Räder warten nur darauf, dass ich das erste Mal in die Pedale trete. Denn vor uns liegen satte sieben Kilometer Downhill-Vergnügen.

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Und die haben es in sich: Unzählige Steilkurven und Wellen kreuzen meinen Weg, dicht gefolgt von Brücken, Jumps und holprigen Wurzelpassagen, auf denen man ordentlich durchgeschüttelt wird. Was Gelegenheitsradler das Fürchten lehrt und Extremsportgegner die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt, bringt Freerider erst so richtig in Fahrt.

Freeriden am Kronplatz

Umso mehr freut sich die kleine, doch engagierte Downhill-Szene in Südtirol, dass es am Kronplatz seit 2010 den landesweit ersten Freeride-Trail gibt, auf dem sich tollkühne Bergab-Biker ganz offiziell austoben können. Gestartet wird am Gipfel des bekannten Skibergs, der auch im Sommer per Seilbahn erreichbar ist. Schluss mit Downhill heißt es dann rund 1.300 Höhenmeter weiter unten bei der Talstation in Reischach.

Wer dort noch nicht genug hat, fährt entweder gleich nochmal hoch oder dreht ein paar Runden im Pumptrack. In diesem cruist man idealerweise ohne in die Pedale zu treten über die Erdwellen und Kurven, was schon etwas Feingefühl erfordert. Genauso wie die daneben liegende Funline ist jedoch auch der Pumptrack bestens dazu geeignet, Fahrtechnik und Geschick zu verbessern oder überhaupt erste Bekanntschaft mit dieser Sportart zu machen.

Gut gerüstet - halb gewonnen

Ob Anfänger oder Profi, ohne entsprechende Ausrüstung kommt keiner denn Herrnsteig hinunter. Für die actionreiche Bergabfahrt braucht man zum einen eine komplette Rüstung mit Oberkörperpanzer, Arm- und Beinschützern, Handschuhen und geschlossenem Helm. Auf diese Weise landet man bei größeren und kleineren Flügen doch etwas sicherer und weicher.

Zum anderen geht Downhill-Fahren natürlich nicht mit herkömmlichen City- oder Moutainbikes, sondern nur mit sehr stabilen Rädern inklusive Stoßdämpfern hinten und vorne, bissigen Bremsen und extra strapazierfähigen Reifen. Wer nicht über Schutzausrüstung und/oder ein geeignetes Bike verfügt, kann sich alles vor Ort im Outdoor Center Kronplatz ausborgen.

Was dort allerdings nicht zum Verleih steht: Konzentration, Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht sowie ein gewisses Maß an Mut. Denn den muss man aufbringen, um sich Hals über Kopf ins Abenteuer Downhill zu stürzen. Doch einmal begonnen zeigt das Freeriden am Kronplatz, wie viel Suchtpotential in ihm steckt.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Trail jeden Sommer in minutiöser Arbeit und mit viel Liebe von einer Handvoll Freiwilliger und dem Forstinspektorat in Schuss gehalten, um- und ausgebaut wird.

Weitere Informationen:

www.freeride-kronplatz.com

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