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Gebirgskrieg in den Dolomiten

Seit dem Mittelalter und der frühen Neuzeit bildeten die Dolomiten eine natürlich Grenze zwischen Deutschland bzw. Österreich und Italien.

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Dabei wurden bzw. werden die Gebiete durch die mächtigen Berge nicht nur politisch, sondern auch sprachlich abgegrenzt. Eines der traurigsten Kapitel in der Geschichte der Dolomiten war der Krieg um genau diese Grenze während des Ersten Weltkrieges. Zwischen 1915 und 1917 kämpften tausende Soldaten um jeden Zentimeter in den Dolomiten.

Zermürbende Stellungskriege

Dabei gruben und sprengten sie kilometerlange Stollen in die Berge, bauten sich mehr schlechte als rechte Stellungen und beschossen sich gegenseitig. Der rund 4 Jahre währende Stellungskrieg war für alle Beteiligten zermürbend und endete für viele tödlich, wobei die Soldaten öfter vor Hunger oder Kälte als durch feindliche Geschosse.

Die Versorgung in den Bergstellungen war schwierig und langwierig, im Winter harrten die Soldaten oft wochenlang in ihren Schützengräben am Col di Lana, Lagazuoi, in den Tofane, Paternkofel und auf der Marmolada aus, ohne Nachschub zu erhalten. Während einer einzigen Schlacht starben am Col di Lana allein 8.200 Soldaten. Die Verluste auf österreichischer wie italienischer Seite waren riesengroß, der Ausgang des Krieges wurde letztendlich auf dem Papier festgelegt. Seit 1919 verläuft die Grenze zwischen Österreich und Italien daher am Zillertaler Alpenhauptkamm.

Gegen das Vergessen

Ein grausamer Krieg mit tausenden und abertausenden von Opfern, traumatisierte Zeitzeugen und gesprengte Berggipfel wie am Col di Lana… Vielerorts erinnern die verfallenen Stellungen und Stollen an die Geschehnisse des Ersten Weltkrieges, zum Beispiel am Falzarego Pass oder bei den Drei Zinnen. Überall in den Dolomiten begegnet man noch heute den stummen Zeugen dieser schrecklichen Zeit.

Wer hier wandert und bergsteigt, sollte die Ruinen mit Respekt behandeln und die Vergangenheit im Hinterkopf behalten.

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