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Wandern auf Firn & Altschnee

Auch wenn in Südtirol schon im März die Apfelwiesen blühen, heißt das noch lange nicht, dass die Berge schneefrei wären. Im Gegenteil: einige Skigebiete sind bis Ende April geöffnet und Niederschläge können noch so ergiebig sein, dass man auf den Bergen sogar noch Tiefschnee vorfinden kann.

Das erhöht natürlich die Lawinengefahr: Je wärmer es im Frühling wird, desto schlechter verfestigt sich die Schneedecke und mit der Tageserwärmung kann es leicht zu kleineren und größeren Schneerutschen kommen. Passen die Bedingungen und man ist möglichst früh am Morgen unterwegs, ist es wichtig, sich beim Wandern auf Firnhängen richtig zu verhalten. Das heißt: Wie gehe ich richtig aufwärts ohne abzurutschen? Und wie komme ich schnell und sicher wieder nach unten?

Sicher nach oben

Kaum bewegt man sich frühmorgens über die Waldgrenze hinaus, kommt man allzu häufig in ausgedehnte Schneefelder. Diese sind dank der nächtlichen Kälte pickelhart und gefroren: Steigeisen können eine große Hilfe sein. Mit den ersten Sonnenstrahlen wird der Schnee weicher, man kann auf die Steigeisen verzichten und entweder gerade aus oder im Zick-Zack nach oben wandern.

Um einen guten Stand zu haben, sollte man sich mit den Fußspitzen Stufen schlagen. Ist der Schnee hingegen brüchig ist es wichtig, langsam das Gewicht zu verlagern um so wenig wie möglich einzubrechen. Ob man nun geradeaus nach oben geht oder Serpentinen macht, hängt ganz von der Steilheit des Hangs ab.

Sicher nach unten

Sicher ist eine Sache. Schnell eine andere. Denn die beste Möglichkeit schnell Höhenmeter zurückzulegen, ist das Rutschen. Dazu muss man mittig in den Schuhen stehen und gleichzeitig sich leicht auf die Fersen stellen und schon geht es zügig zurück ins Tal.

Doch Vorsicht: Kaum ändert sich Schneebeschaffenheit und Gelände kann das Rutschen durchaus gefährlich werden, auch Steine können zu schweren Stürzen führen. Unerfahrenen Bergsteigern empfehlen wir deswegen, Schritt für Schritt nach unten zu gehen. Dazu das Bein strecken und den Fuß in den Schnee rammen usw. Auch so rutscht man pro Schritt ca. einen halben Meter, nur erfolgt das Rutschen kontrolliert.

Beachtet man diese einfachen Regeln steht den Frühlingswanderungen auch in höheren Gefilden in Südtirol nichts mehr im Wege.