Angebote anfordern
Unterkünfte finden in Südtirol

Jagd in Südtirol

In den dichtgrünen Südtiroler Wäldern sind seit jeher nicht nur Wanderer und Pilzsammler unterwegs. Auch stramme Burschen und fesche Damen in grünem Gewand und mit geladenen Flinten streifen durch das Dickicht und schleichen sich an kleine und große Beutetiere heran.

Am öftesten bekommen die Südtiroler Jägerinnen und Jägern dabei Schalenwild vor die Büchse. Damit sind nicht etwa Schnecken oder Schalentiere gemeint, sondern heimische Paarhufer, deren Klauen in der Waidmannssprache eben auch Schalen genannt werden, also Rehe und Hirsche (fachm. Reh- und Rotwild), dann auch Gämsen, Wildschweine und Mufflons.

Ein zweiter Jagdbereich ist das Erlegen von Niederwild, zu dem beispielsweise Füchse, Feldhasen und Kaninchen. In den Tallagen Südtirols hat auch die Vogeljagd Tradition.

Doch selbst die erfahrensten und treffsichersten der rund 6.000 Südtiroler Jäger dürfen nicht immer und überall auf die Pirsch gehen, wo es ihnen beliebt. Schließlich geht es bei der Jagd nicht nur um Erfolg und Ansehen des Jägers, sondern in erster Linie um den Erhalt des Gleichgewichts zwischen Wildbestand und Umwelt.

Jagdsaison von 01. Mai bis 15. Dezember

Gerade weil die Territorien für viele Tiere heute immer enger werden, gehört es zu den Aufgaben der Waidmann-Riege, die Artenvielfalt des Wildbestands zu erhalten und seinen Lebensraum zu schützen. Daher ist genau festgelegt, welche und wie viele Tiere wann und wo geschossen werden dürfen.

Die Jagdsaison für Reh- und Rotwild dauert generell von 01. Mai bis 15. Dezember, für alle anderen jagdbaren Arten gelten eingeschränkte Zeiten. Für Schalenwild darf sich der Jäger an jedem beliebigen Tag auf die Lauer legen, für Niederwild maximal dreimal pro Woche – und zwar von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang. Einen detaillierten Jagdkalender gibt es auch online.

Wer darf jagen?

In Südtirol gibt es ein soziales Revierjagdsystem mit 8 Jagdbezirken und 145 Revieren, wobei grundsätzlich jeder in seiner Heimatgemeinde auf die Jagd gehen darf – vorausgesetzt man bezahlt die Einschreibegebühr für das Revier und man verfügt über einen Jagdbefähigungsnachweis und einen Jagdgewehrschein, den man erst nach erfolgreich bestandener Jägerprüfung erhält.

Noch ein  Tipp für alle Jäger und Jagdinteressierte: Im Schloss Wolfsthurn in Mareit/Ratschings ist ein spannendes Museum für Jagd und Fischerei untergebracht. Waidmanns Heil!

Weitere Informationen:

Südtirols beste Tipps